Registry

Die Registry-Referenzimplementierung des VWS vernetzt-Testbeds nutzt das semantische Protokoll LIA-Registry für I4.0-Verwaltungsschalen. Eine hiernach implementierte Registry-VWS bietet VWS die Möglichkeit, ihre Kommunikationsendpunkte in einer Registry zu hinterlegen, um diese für andere VWS abrufbar zu machen. Zudem bietet die Registry ein optionales Online-Management der registrierten VWS an, um sicherzustellen, dass in der Registry hinterlegte VWS erreichbar sind. Dem Konzept der semantischen Protokolle entsprechend erfolgt die Kommunikation zwischen Registry-VWS und den die Registry nutzenden VWS durch den Austausch von Nachrichten gemäß der I4.0-SpracheDas semantische Protokoll LIA-Registry ist definiert durch seine Nachrichtentypen sowie deren Verwendung in den protokollspezifischen Zustandsmaschinen und Nachrichtensequenzen. Beteiligte einer Interaktion gemäß dieses Protokolls sind einer der Rollen registree und registry zugeordnet.

Möchte eine VWS (Rolle: registree) ihre verfügbaren Endpunkte gegenüber anderen VWS bekannt machen, so sendet diese eine Nachricht vom Typ RegisterAASEndpoint an die Registry-VWS (Rolle: registry). Diese Nachricht enthält alle relevanten Details zu beliebig vielen bekannt zu machenden Endpunkten der VWS. Die Registry antwortet darauf mit einer Nachricht vom Typ Inform und teilt damit die erfolgreiche Registrierung mit oder informiert über aufgetretene Probleme. Sofern eine andere VWS Endpunkt-Informationen benötigt, schickt sie eine Nachricht vom Typ GetAASEndpoint an die Registry und identifiziert hierbei anhand der AASId welche VWS von Interesse ist. Die Registry antwortet darauf mit einer Nachricht vom Typ ProvideAASEndpoint mit den abgefragten Details zu den Endpunkten oder informiert im Fehlerfall per Inform z. B. darüber, dass zu dieser AASId kein Eintrag vorliegt. Möchte eine bereits registrierte VWS ihre Registrierung bei der Registry wieder zurückziehen, sendet sie ein UnregisterAASEndpoint und erhält als Bestätigung der erfolgreichen De-Registrierung ein Inform mit entsprechendem Error-Code success. Im Falle eines Misserfolges wird per Inform die Ursache dafür mitgeteilt. In diese beschriebene Nachrichtensequenz reihen sich optional Nachrichten vom Typ PutAASHeartbeat ein über die eine VWS der Registry gegenüber kenntlich macht, dass sie immer noch erreichbar ist. Bliebe diese Nachricht für eine zuvor konfigurierte Zeitspanne aus, so würde die Registry eine abfragende VWS auf eine zumindest vorübergehende fehlende Erreichbarkeit hinweisen.

Da Interaktion zwischen beiden Rollen zwei voneinander unabhängige Zwecke verfolgen kann (De-/Registrierung, Endpoint-Abfrage), wird diese von einer Zustandsmaschine mit zwei parallelen Sub-Zustandsmaschinen repräsentiert.

Die hierbei verwendeten I4.0-Sprache wurde zunächst auf die Kommunikationstechnologien MQTT und HTTP abgebildet, die in dem Szenario unterstützt werden. Für den Inhaltsteil der I4.0-Nachichten (interactionElements) werden zwei Varianten angeboten. Die Standardvariante nutzt hierfür das standardisierte Format gemäß des VWS-Metamodells. Um die Größe der Nachrichten deutlich zu reduzieren, wird zudem ein Descriptor-Format angeboten, das auf das Registrierungsszenario zugeschnitten ist.

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